Clausnitz….

Nun, da wird schon genug geschrien und geschrieben und sicherlich von Menschen, die davon mehr verstehen und den größeren Überblick haben als ich.

Ich denke auch, dass die Polizei nicht anders konnte, als die Asyslanten möglichst schnell aus dem Bus zu evakuíeren. Und wenn die „Vorgehensweise“ nicht unbedingt kuschelig und nett war, ist das schade, aber ich kann gut reden, ich war nicht dabei.

Was sich mir allerdings nicht erschließt, ist dass sie nicht Verstärkung angefordert haben, und gegen diese nicht genehmigte spontane Demonstration von sogenannten besorgten Bürgern genauso unkuschelig vorgegangen sind, wie dann beim Evakuieren des Buses.

Aber von Provokation durch die im Bus festsitzenden Flüchtlinge zu reden und als Beispiel anzuführen: ein zehnjähriger Junge der der Menge den Stinkefinger zeigt und eine aufgeregte Frau, die symbolisch ihre Verachtung zeigt, in dem sie auf den durch die Windschutzscheibe geschützten Mob spukt, klingt schon etwas dünn. Beide Aktionen waren sicherlich eher dumm als nutzbringend. Aber mal ehrlich sie zeugen auch von Mut.

Und seit wann ist es verboten mit Handies zu filmen? Und warum durfte ein Kameramann in der Gruppe filmen und das Ganze dann veröffentlichen und sich stolz präsentieren mit „Wir sind das Volk?“

 

 

 

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„Ungarn ist ein Land mit tausendjähriger christlicher Geschichte.“

Schönes Zitat des ungarischen Ministerpräsidenten.

Ich dachte immer, christliche Ideale hätten unter anderem was mit Helfen zu tun. Der heilige St. Martin, der seinen Mantel mit den bedürftigen teilte, kam ursprünglich aus Ungarn.

Seltsam, wie sich das Selbstverständnis geändert hat. Viele Menschen haben in den letzten Jahren den Ungarn geholfen. Mit Geld und Sachspenden für ihre Schulen, Altersheime und andere Einrichtungen. Schade, dass die ungarische Politik das nicht für andere Bedürftige tut.

In der EU will man sein, solange man davon finanzielle Vorteile davon hat, aber Verantwortung will man nicht übernehmen.