Kleiderordnung

Wer hat so ein langes Gedächtniss, dass er sich noch an die anderen Skandale in der europäischen Geschichte erinnert in Bezug auf Kleidung?

Interessanterweise ging es glaube ich, immer um Frauenkleidung.

Oh..stimmt gar nicht… Als die Kreuzritter nach Europa zurückkamen und Hosen im Gepäck hatten, da war die Rede davon, sie sollten keine weibischen Kleider tragen.

Aber um die Wende des 19. Jahrhunderts zum 20. Jahrhunderts wurden Frauen fertig gemacht, die es wagten „Beinkleider“ zu tragen. Bloomers und ähnliches.

Dann wurden die Röcke immer kürzer, aber nur weil während und nach dem Krieg (der erste Weltkrieg…wir erinnern uns … ) Stoff rar war. Je mehr Frauen ihren „Mann“ stehen mussten, desto eher wurde auch akzeptiert, dass sie Hosen anzogen. Zunächst natürlich nur zur Arbeit.

Dann  die Badeanzüge. Ohjemine. Als Frauen es wagten, in öffentliche Bäder zu gehen, war das zu Anfang nur möglich, wenn sie Kleidung trugen, die deutlich mehr verdeckte als die modernen Burkinis.

Es dauerte lange, sehr lange bis wir die moderne Badekleidung tragen durften. Wer erinnert sich noch an die Skandale, als Bikins aufkamen?

Ich will jetzt nicht darüber reden, dass manche Männer und Frauen eventuell attraktiver wirken, wenn sie etwas mehr Hüllen tragen. Ich weiß selber, dass ich auch nicht eine gute Bikinifigur mache.

Wer erinnert sich noch an die Zeit, als bei den Mädchen in der Schule, die Länge der Röcke nachgemessen wurde, damit sie ja nicht zu kurz waren?

Ich finde Bhurkas auch nicht schön. Wenn ich ein Kopftrug tragen soll dann bekomme ich Beklemmungen. Aber wenn jemand privat sowas tragen will. Dann soll sie.

Wohlgemerkt: wenn SIE das will. Nicht weil sie gezwungen wird oder weil eine Religion das verlangt.

Also ertrage ich an öffentlichen Stränden sowohl Frauen in Burkinis, als auch Männer in extrem kurzen Badehosen, die fast nicht zu sehen sind, weil ihre Wampe das bisschen Stoff verdeckt. Ich akzeptiere auch briefmarkengroße Bikinioberteile und Arschgeweihe, die als Bikinihose daherkommen.

Also privat bin ich der Meinung: jeder so wie er/sie will. Öffentlich vielleicht weniger. Wenn ich einen Beruf ergreife, in dem ich ein gewisses sagen wir mal Image vertrete. Und zwar nicht meines sondern das Image meines Arbeitgebers, dann sieht die Chose anders aus. Sprich: wenn  man für den Staat arbeitet, dann sollte man auf aufdringliche persönliche Meinungsäusserungen verzichten. Ob das nun ein Parteiabzeichen ist, ein Kopftuch, um die Religionszugehörigkeit zu demonstrieren,  sind…

Was ich nicht aktzeptieren kann und will ist allerdings, wenn eine oder mehrere Personen es erzwingen wollen, dass in einem Bereich nur Männer oder nur Frauen arbeiten dürfen, und dies mit Religion begründen und es dann auch durchsetzen.

Frauenbad in Basel

Beispiele?: katholische Priester… , gibt es weibliche Imane?, …

 

 

 

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