Radiomeldung SWR3,23.Nov. 15, Zentralrat der Juden für eine Flüchtlingsobergrenze

Wenn ich das höre, dann frage ich mich, ob sich der Herr Schuster, sich an die „Das Boot ist voll“ Politik der 1930rt Jahre erinnert? Der Zentralrat hat normalerweise ein gutes Gedächtnis. 🙂

Flüchtlingsobergrenze

Ich fühle mich  auch unwohl bei dem Gedanken, wie das alles gehen soll, mit den Flüchtlingen. Die ehrenamtlichen Helfer sind teilweise schon über ihrer Leistungskapazität, die Behörden scheinen nachzuhinken, sich teilweise zu wiedersprechen. Und ganz ehrlich: ich finde es nicht lustig, von wütenden Flüchltingen angepöbelt zu werden, weil sie frustriert und übernächtigt sind und den „Lagerkoller“ haben.

Aber das ist für mich kein Grund zu sagen: Schluß, jetzt ist genug mit der Wohltätigkeit und dem humanitären Gehabe. Ich will mein gemütliches Leben zurück.

Denn wie will ich und wie will Herr Schuster entscheiden, wer draußen bleibt und wer rein darf?

Bin ich jetzt Antisemit?

Weil ich finde, dass diese Argumentation doch gewisse Töne anschlägt, die mich an den Umgang des israelischen Staates mit den Palestinensern erinnert?

Oder eben an die Flüchtlingspolitik vieler Staaten, als die Juden fliehen mussten?

Herr Schuster, auch im alten Testament steht irgendwo, dass Jahwe Sodom und Gomorrah verschont hätte, wenn nur ein gerechter in der Stadt gewesen wäre. Sollen also alle Gerechten geopfert werden, weil die Juden in Deutschland und die Christen sich vor den paar „Bösen“ fürchten?  Oder ist diese Stelle des christlichen Alten Testaments kein Bestandteil der Thora?

Wie sagt man? Shalom.

 

 

 

 

 

 

 

 

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kleine Schritte, Farbe bekennen … für mich selbst … ein Licht im Fenster

Schweigen ist Zustimmung.

Da ich aber keine Person bin, die laut und groß streiten kann,  ist die Überlegung, wie kann ich Zeichen setzten?

Für mich und vielleicht auch für andre?

Ich habe heute ein Seelenlicht angezündet und in den Garten gestellt.  In Gedenken an alle Seelen,  die dem Hass zum Opfer gefallen sind und fallen und noch fallen werden.

Wie lange ich das durchhalten werde, kann ich nicht sagen. Aber für heute und die nächsten Tage … mein kleines Zeichen.

Für die Toten in Paris, Beirut, in Syrien, Palästina, Israel, Ägypten,  auf dem Weg nach Europa, in Europa, für die getöteten Babies, für Misshandelte und Folteropfer auf der ganzen Welt, für jeden und jede, die leiden.

Es gibt viel Elend auf der Welt. Wenn ich könnte, würde ich in die Hände klatschen und alles wäre gut. – Wobei ich befürchte, irgendjemand wäre dann auch wieder unzufrieden, weil sein Ambrosia rosa ist und nicht lila… –

Da ich das nicht kann, setze ich kleine Zeichen für mich.

Früher stellte man eine Kerze ins Fenster, damit die Geliebten heimfanden.

Ein Licht für den Frieden und die gegenseitige Achtung.

Was noch alles?

bin gerade aufgewacht in einer Welt, in der in Frankreich Menschen sinnlos getötet wurden.

Was soll das?

Ich bin wütend und ratlos und traurig.

Aber ich weigere mich, durch  solche Gemeinheiten kleinbeizugeben .

Ich werde gegen diese „mach-die-welt-jeden-tag-ein-bisschen-gemeiner“ Strategie meine „Mach-die-Welt-ein-bissche-besser“ Strategie entwickeln.

Meine Möglichkeiten sind begrenzt, aber vielleicht fällt mir jeden Tag etwas ein, dass ich tun kann, was zumindest das Leben für die Menschen in meiner Umgebung ein kleines bisschen besser macht. Und wenn es nur für einen Moment ist.

Lasst das Böse nicht gewinnen! Werdet nicht ungerecht! Denkt nach, wie ihr anderen Menschen helfen könnt.

Diese Porteouverte, das die Pariser auf Twitter spontan anfingen, finde ich super. Gerade wenn man bedenkt, was da gerade für Angst und Wut und Trauer ist.